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Schreibt doch einfach über Fußball!

In letzter Zeit lese ich des Öfteren das österreichische Fußballmagazin ballesterer fm und die meisten der Artikel sind meist sehr sachlich und auch lesenswert. Eklig und unlesbar wird das Magazin aber immer dann, wenn es nicht vordergründig um Fußball geht, wenn also die Autoren ihr Linkssein das über eine moralische Haltung wohl nicht hinaus kommt, in ihre Artikel einbauen müssen.

Klarerweise ist man daher gegen Red Bull Salzburg, die sind voll reich, (30-40 Millionen Jahresbudget, ja ich weiß ein Aufsteiger in die Premier League bekommt mehr Fernsehgelder, aber egal) die machen die österreichische Fußballtradition kaputt, (wer wie der österreichische Fußball seine besten Zeiten schon gehabt hat, muss wohl in der Vergangenheit leben) sind eigentlich nur ein Marketingprodukt um noch mehr Red Bull zu verkaufen und außerdem Spielen da viel zu viele Ausländer, die den heimischen „Talenten“ die Zukunft verbauen. (manchmal nur einer in der Startaufstellung) Wobei letzteres als Linker, der weiß was sich gehört, nur hinter vorgehaltener Hand gesagt wird.

Im Gegenzug dazu wird über Rapid Wien, der Inbegriff der österreichischen Fußballtradition, mehr als wohlwollend berichtet. Ja genau das Rapid Wien, das am 22. Juni 1941 die deutsche Meisterschaft gegen Schalke 04, also am Tag des Überfalls auf die Sowjetunion, mit 4:3 gewann. Die Geldgeber von Rapid lassen zwar nicht so viel springen wie Red Bull, können sich aber auch sehen lassen und mit der omv hat man doch einen sehr passende Partner gefunden. Aber das nur nebenbei.

In der aktuellen Ausgabe wird dann in der Rubrik „Das ballesterer fm-Barometer*“ ziemlich argumentfrei auf den FC Bayern hingehauen. Die aktiven Spieler und Bindenträger seien faschistoid. Ja und warum den nun genau? Die Antwort darauf bleibt der Schreiberling aber schuldig. (zum Ressentiment gegen FC Bayern gibt’s ja schon was)

Das Stefan Kraft, der für die Rubrik in der aktuellen Ausgabe verantwortlich war, aber wirklich keine Ahnung hat beweißt er, als er die Aussagen von Christian Abbiati (AC Milan) kommentierte. Dieser hatte sich ja ziemlich offensiv zum Faschismus bekannt und folgendes gesagt:

„Ich schäme mich nicht, meine politische Überzeugung zu zeigen. Ich teile mit dem Faschismus Ideale wie das Vaterland und die Werte der katholischen Religion. Vom Faschismus verwerfe ich die Rassengesetze, die Allianz mit Hitler und den Einzug in den Krieg.“ Stefan Kraft kann darauf nur erwidern, dass dann wohl nicht mehr viel vom Faschismus übrig bliebe.

Doch Abbiati beruft sich auf den italienischen Faschismus der bis in die 30er Jahre existierte, noch keine Rassengesetzte erlassen hatte, dass Bündnis mit der NSDAP noch scheute und auch noch keinen Krieg führte. Die ersten Jahre des Faschismus waren vor allem dadurch geprägt die Arbeiterbewegung zu zerschlagen und die angehörigen der Arbeiterklasse durch das System des Korporatismus in den faschistischen Staat zu integrieren. Das aber genau diese Phase in Österreich nicht kritisiert werden kann, weil der Korporatismus (in Österreich wird es Sozialpartnerschaft genannt) immer als etwas Linkes und Verteidigenswertes wahrgenommen wurde, offenbart sich eben in Kraft´s Kommentar zu Abbiati´s Aussagen.

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