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<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 14:48:14 +0200</pubDate>
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<item><title>Klassenkampf und seine Perspektive</title>
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<description>&lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Klassen- und Revolutionstheorien sind wieder En-Vouge, zwar zieht es der Großteil der Linken auch heute noch vor, sich ohne viel Theoriearbeit die jährliche Niederlage bei einem Wirtschaftsgipfel abzuholen, doch entstanden gerade die letzten Jahre wieder einige Gruppen die im Klassenkampf oder Klassenkonflikt ein Hebel zur Überwindung des Kapitalismus sehen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Auch in der traditionellen marxistischen Debatte wurde der Klassenkonflikt der zwischen Kapitalisten- und Arbeiterklasse herrscht, als die&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;historische Veränderungen herbeiführende Kraft dargestellt. (vgl. Moishe Postone 2003, S. 476)&lt;span class=&quot;MsoFootnoteReference&quot;&gt; &lt;a name=&quot;_ftnref1&quot; href=&quot;#_ftn1&quot;&gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;MsoFootnoteReference&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt&quot;&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Neben diesen traditionellen marxistischen Gruppen und Parteien aus Vergangenheit und Gegenwart, entdecken in letzter&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Zeit, wie schon erwähnt, auch theoretisch versierte Zusammenhänge die Arbeiterklasse wieder als revolutionäres Subjekt für sich. Wie die selbst für die bürgerliche Ökonomie wahrnehmbaren zyklisch wiederkehrenden Krisen, entstehen fast in selben Rhythmus Arbeiterkommunistische Organisationen die sich selbst als große Innovation kommunistischer Kritik abfeiern, aber gleich der Krise nichts am Fortbestand des Kapitalismus ändern können. Da dies aber ein zu bedauernder Umstand ist und eine revolutionäre Arbeiterklasse die wirklich mit dem Kapitalismus Schluss machen könnte zu begrüßen wäre, muss auf die Fehler dieser KlassentheoretikerInnen eingegangen werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Diese Fehler die im Text ausführlich dargestellt werden sind nun folgende: Erstens, eine revolutionäre Arbeiterklasse oder ein über den Kapitalismus hinausweisender Klassenkampf kann nicht aus dem Kapitalismus oder seinen Widersprüchen abgeleitet werden. Zweitens, gab es zwar Phasen in der Geschichte in denen das Proletariat revolutionär war, dies hatte aber historische und keine strukturellen aus der Klasse ableitbaren Gründe. Drittens, ist die Integration der deutschen Arbeiterklasse in die Volksgemeinschaft die sich spätestens am 1. Mai 1933 vor aller Augen vollzog, nicht Spurlos an dieser Arbeiterklasse vorüber gezogen. Und abschließend Viertens, hat der Kommunismus die (selbst)Aufhebung der Arbeiterklasse zur Vorraussetzung ist es kontraproduktiv die Agitation auf die Weckung von Klassenbewusstsein abzustellen, wo doch ein Bewusstsein gegen die Klasse benötigt würde. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Die sehr richtige Einsicht der KlassentheoretikerInnen aber, dass der Kapitalismus eine Klassengesellschaft ist die Überwunden gehört, steht hier klarerweise nicht zur Diskussion.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;margin-left: 36pt; text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt; line-height: 150%&quot;&gt;1. Klassenkampf und seine Ableitung aus der Kritik der politischen Ökonomie&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Postone führt für seine Kritik der marxistischen Klassenkampftheorie an, an welcher Stelle Marx den Begriff des Klassenkonflikts im “Kapital” einführt. Also beim Konflikt um die Länge des Arbeitstages, bei dem sich zwei formal rechtlich gleiche Opponenten gegenüber stehen. Der Verkäufer der Ware Arbeitskraft, ist natürlich daran interessiert, seine Arbeitstag so kurz wie möglich zu halten, wohingegen der Käufer der Ware Arbeitskraft, den Arbeitstag am liebsten bis zu den physischen Grenzen des Arbeiters Verlängern würde. Dieser Konflikt ist jetzt aber keine Störung eines an sich harmonischen kapitalistischen Systems, denn im Konflikt zwischen zwei rechtlich gleichen Parteien entscheidet die Gewalt. Dieser Konflikt weist jetzt aber nicht über den Kapitalismus hinaus, ganz im Gegenteil ergibt er sich&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;schon aus der die Gesellschaft totalisierend und totalisierte Warenform. Um nun wirklich Kontrolle über ihre Ware Arbeitskraft auszuüben ist ein kollektives Handeln in Form von Streiks oder ähnlichem nötig, mit dem dann, wie im “Kapital” beschrieben wurde, eine gesetzliche Beschränkung des Arbeitstages erkämpft werden kann. Diese Begrenzung des Arbeitstages hat dann aber wieder einen modernisierenden Effekt auf den Kapitalismus, und der Übergang von der Produktion des absoluten zum relativen Mehrwert, kann zum Teil aus dieser Entwicklung erklärt werden. Natürlich beschränken sich diese Klassenkonflikte nicht nur auf das Gebiet der Länge des Arbeitstages, sondern auch auf andere Bereiche wie z.B. Intensität des Arbeitsprozess, Arbeitsbedingungen oder soziale Rechte von Arbeitern. (vgl. Moishe Postone 2003, S. 477-480) So weit Postone, doch kann auch der nun folgende Blick direkt ins marxsche Kapital nicht schaden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Nachdem Marx im Fetischkapitel seines Kapital´s herausstellt, warum sich der Zwang der stummen Verhältnisse klassenübergreifend als allgemeiner Verblendungszusammenhang darstellt, ist es nicht verwunderlich, dass der Arbeiter, den Marx im 8. Kapitel über den &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Arbeitstag&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;“&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; dem Kapitalisten beim Streit über die Länge des Arbeitstages gegenüberstellt, mit Argumenten aufwartet die keineswegs über den Kapitalismus hinausweisen, ganz im Gegenteil ihren Anteil am Fortbestand desselben haben. &lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Du und ich kennen auf dem Marktplatz nur ein Gesetz, das des Warentausches.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;(Marx 2007, S. 248)&lt;em&gt; &lt;/em&gt;Lässt Marx den Arbeiter von sich geben, auch des Recht auf den Konsum der Ware Arbeitskraft liege aufgrund des Kaufes dieser Ware auf Seiten der Kapitalisten, aber, so schränkt der Arbeiter ein, durch den täglichen Verkauf müsse er die Arbeitskraft auch täglich reproduzieren um sie dann auch wieder verkaufen zu können. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Dir gehört daher der Gebrauch meiner täglichen Arbeitskraft. Aber vermittelst ihres täglichen Verkaufspreises muss ich sie täglich reproduzieren und daher von neuem verkaufen können. Abgesehen von dem natürlichen Verschleiß durch Alter usw., muss ich fähig sein, morgen mit demselben Normalzustand von Kraft, Gesundheit und Frische zu arbeiten, wie heute. (&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;…&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;) Ich will wie ein vernünftiger, sparsamer Wirt mein einziges Vermögen, die Arbeitskraft, haushalten und mich jeder tollen Verschwendung derselben enthalten.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;(Karl Marx 2007, S. 248)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Der Arbeiter argumentiert mit dem Gesetz des Warentausches gegen den Kapitalisten. &lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Du zahlst mir eintägige Arbeitskraft, wo du dreitägige verbrauchst.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; (Karl Marx 2007, S. 248) &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Dies sei gegen die Vereinbarung und der Arbeiter fordert mit Recht den Normalarbeitstag ein. Daher kommt Postone zum Schluss, dass der Klassenkonflikt durch “&lt;em&gt;die gesellschaftlichen Formen der Waren und des Kapitals strukturiert und in sie eingebettet.” &lt;/em&gt;sind&lt;em&gt;. &lt;/em&gt;(Moishe Postone 2003, S. 474)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Marx beschreibt hier kritisch den Verkauf der Ware Arbeitskraft und den Widerstreit um die Länge des Arbeitstages im Kapitalismus. Polemisch könnte man auch behaupten, hier werde in weiser Voraussicht schon kritisch das Vorgehen von Gewerkschaften und sozialdemokratischen Parteien (zu denen auch die kommunistischen Parteien zu zählen wären) im 19. Und 20. Jahrhundert dargestellt. Keinesfalls aber kann aus diesem Klassenkonflikt eine Systemüberwindende Perspektive abgeleitet werden, den der Konflikt um die Länge des Arbeitstages ist einem dem Kapitalismus innewohnenden Widerspruch geschuldet, bei dem sich sowohl Arbeiter als auch Kapitalist auf die Gesetzte des Warentausches berufen können. Diesen Konflikt tragen sie daher auch klarerweise im Rahmen des Warentausches aus.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Sven Ellmers kommt in seinem 2007 erschienen Buch &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Die formanalytische Klassentheorie von Karl Marx&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;“&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; zu Folgendem Ergebnis: &lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; Das achte Kapitel des Kapital intendiert nicht die Ableitung eines über den Kapitalismus hinausweisenden revolutionären Klassenkampfs, sondern thematisiert stattdessen mit dem kapitalismusimmanenten Kampf um die gesetzliche Fixierung der Arbeitszeit eine die begriffliche Entwicklung vorantreibende Verwertungsschranke&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;des Kapitals:&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;(Sven Ellmers 2007, S. 60)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;margin-left: 36pt; text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt; line-height: 150%&quot;&gt;2. Die Probleme des Gemeinsamen Klassenkampfes und allgemeines zum Begriff der Klasse&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Der gemeinsame Klassenkampf ist wie oben schon gesehen also kein über Kapitalismus hinausweisender Konflikt. Doch das Klassenbewusstsein ist notwendig um überhaupt Lohn- und Arbeitskämpfe führen zu können. Doch schon auf dieser nicht revolutionären Stufe gibt es Probleme auf die nun eingegangen werden soll. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Adorno entwickelt in seinem Aufsatz &lt;em&gt;Reflexion zur Klassentheorie &lt;/em&gt;den Begriff der Klasse, für ihn zerfällt der klassische Klassenbegriff aber in einen Teil der an der klassischen Bestimmung festhält und in einen anderen Teil in dem dargestellt wird, wie sich die Bestimmung verändert hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Festgehalten: weil sein Grund, die Teilung der Gesellschaft in Ausbeuter und Ausgebeutete, nicht bloß ungemindert fortbesteht, sondern an Zwang und Festigkeit zunimmt.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Verändert: weil die Unterdrückten, heute nach der Voraussage der Theorie die übergroße Mehrheit der Menschen, sich nicht als Klasse erfahren können. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;(Adorno 1975, S. 11)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Der Kapitalismus wird von Adorno ganz richtig als Klassengesellschaft erkannt, denn dies ist der Kapitalismus eben auch dann, wenn bei den Angehörigen der jeweiligen Klasse kein Klassenbewusstsein vorherrscht, sie also gar nicht erst wissen, dass sie Teil einer Klasse sind.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Warum nun aus der Teilung der Gesellschaft in Ausbeuter und Ausgebeutete kein gemeinsames Bewusstsein als Klasse entsteht, beantwortet Adorno anfangs lapidar damit, dass Konformität ihnen rationaler sei. Er bemerkte dazu, dass das Proletariat nun mehr zu verlieren habe als bloß seine Ketten , denn trotz der Rede von der relativen Verelendung, womit noch die letzten Reste der Verelenddungstheorie gerettet werden sollten, habe sich der Lebensstandart der Arbeitskraft Verkäuferinnen im Vergleich zu den Zeiten des “kommunistischen Manifests” augenscheinlich verbessert. (vgl. Theodor W. Adorno 1975, S. 17) Adorno begnügt sich aber nicht mit dieser Erklärung und versucht &lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;em&gt;das widersprechende Moment des Klassenbegriffs aufzusuchen&lt;/em&gt;. (Adorno 1975, S. 11)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Dieser widersprechende Moment des Klassenbegriffs, werde mit dem Blick auf die bürgerliche Klasse offensichtlich. Was sie zusammenhält gegen die Arbeiterinnenklasse sei der Schutz des Prinzips des Eigentums. &lt;em&gt;Die Interessensgleichheit reduziert sich auf die Partizipation an der Beute der Großen, die gewährt wird, wenn alle Eigentümer den Großen das Prinzip souveränen Eigentums zugestehen, das jenen ihre Macht und deren erweiterte Reproduktion garantiert.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Dies ist nun der Doppelcharakter der Klasse, denn die formale Gleichheit der Klasse hat neben der Funktion der gemeinsamen Unterdrückung der ArbeiterInnenklasse, auch noch die, die Kontrolle der eigenen Klasse durch die Stärksten zu gewährleisten. Daher gilt &lt;em&gt;so real die Klasse ist, so sehr ist sie selber schon Ideologie. &lt;/em&gt;(vgl. Adorno 1975, S. 12-13)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Natürlich gibt es eine ähnliche Konkurrenzsituation auch unter den Angehörigen der Arbeiterklasse. (die Konkurrenz um den Arbeitsplatz) Ist die gemeinsame Organisation der Arbeiterklasse notwendig um überhaupt Systemimmanente Lohnkämpfe führen zu können, wird selbst dies durch etliche Bruchlinien hintertrieben. (Nation, Geschlecht, Sprache)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Dieser Doppelcharakter der Klasse kann nun aber keine Erosion des Klassenbewusstseins erklären, sondern höchstens allgemeine Probleme des Klassenbewusstseins und des gemeinsamen Kampfes. Dies ist aber zu wenig, wenn der Arbeiterinnenklasse zugestanden wird, zumindest ihrem Selbstverständnis nach, in der Vergangenheit eine revolutionäre Klasse gewesen zu sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;margin-left: 36pt; text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt; line-height: 150%&quot;&gt;3. Es war nämlich keine Krise der Klasse, sondern eine Krise ihres Bewusstseins. (Eric Hobsbawm 1994, S. 384) &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;margin-left: 36pt; text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Noch im 19. Jahrhundert sah sich eine ganz und gar nicht homogene Gruppe von Arbeitskraft VerkäuferInnen als einheitliche Arbeiterklasse. Dies hatte laut Hobsbawm mehrere Gründe, zum einen gehörten sie in großer Mehrheit der armen Unterschicht an, zum anderen gab es noch eine klare Klassentrennung die durch verschiedene Lebens- und sogar Kleidungsstile mit freiem Auge ersichtlich waren. Universitäre Ausbildung für angehörige der Arbeiterklasse war damals überdies undenkbar.&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Auch die Einsicht, dass&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Arbeitskämpfe nur als organisierte Arbeiterinnenklasse zu gewinnen waren, stärkte das Bewusstsein der Klassenzugehörigkeit, die, dass sei hier am Rande erwähnt, sich in den USA deshalb nicht in der selben Qualität entwickelte, weil den ArbeiterInnen anders als in Europa ein individueller Fluchtweg aus der Klasse offen stand. Ein weiterer wichtiger Punkt war wohl die sich entwickelnde Arbeiterklasse Subkultur, mit ihren eigenen Bildungsvereinen und Freizeitmöglichkeiten. (vgl. Eric Hobsbawm 1994, S. 384-386)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Den Fehler den nun sowohl die traditionellen Marxisten und MarxistInnen als auch die neuen Arbeiterkommunisten begehen, ist der zu glauben, der revolutionäre Charakter der ArbeiterInneklasse des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts sei der Stellung der Arbeitskraftverkäufer im Produktionsprozess geschuldet und nicht wie es sich bei nüchternem Blick darstellt, einer geschichtlichen Zufälligkeit und Desintegration der Arbeiterklasse in die kapitalistische Gesellschaft. Das ist aber auch der Grund warum es natürlich unrichtig wäre zu behaupteten, es habe nie eine revolutionäre Arbeiterklasse gegeben. Auch wenn sie dies leider meistens nicht in ihrer Praxis war, war sie zumindest in ihrem Selbstverständnis ein den Kapitalismus überwindender gesellschaftlicher Akteur. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;margin-left: 36pt; text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt; line-height: 150%&quot;&gt;4. Das Aufgehen der Arbeiterklasse in der deutschen Volksgemeinschaft&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Doch übersieht Hobsbawm in weiterer Folge die Entwicklungen die durch das aufkommen von nationalsozialistischen und faschistischen Bewegungen angestoßen wurden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Denn die Faschismusanalyse der Komitern hatte in einem Punkt recht, der Faschismus richtete sich gegen die ArbeiterInnenklasse, aber in dergestalt, dass deren angehörige in Italien durch korporatistische Zusammenarbeit von Staat, Kapital und Arbeit in den faschistischen Staat integriert wurden. &lt;span&gt; &lt;/span&gt;In Deutschland spätestens am 1. Mai 1933 bereitwillig in der Volksgemeinschaft aufgingen. Diese idealistische und gleichfalls negative Aufhebung der Klassengesellschaft auf der Grundlage des Kapitals, kann dann auch nicht so einfach am Begriff der Klasse vorbei gehen. Zwar existierten auch im faschistischen Italien wie auch im nationalsozialistischen Deutschland die Klassen objektiv fort. Doch für die vom Arbeiter zum Deutschen konvertierten Mitglieder der Volksgemeinschaft hatte die Klasse keine ihre Handlungen strukturierende Bedeutung mehr. Auch nach dem Sieg der Alliierten über Deutschland änderte sich daran wenig, was korporatistische Wirtschaftsmodelle und die geringe Anzahl von Streiks (hier vor allem Österreich) in den post-nationalsozialistischen Staaten beweisen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Habsbawm dagegen setzt den Niedergang des Klassenbewusstseins auf das Ende des zweiten Weltkriegs fest, was aber &lt;span&gt; &lt;/span&gt;nur für jene Staaten zutrifft, in der die faschistische Option der Krisenbewältigung nicht gezogen wurde. Für das Ende dieser Entwicklung sind für ihn die Auswirkungen des “Goldenen Zeitalters”, also Massenkonsum und Vollbeschäftigung verantwortlich. (vgl. Eric Hobsbawm 1994, S. 386)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;margin-left: 36pt; text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt; line-height: 150%&quot;&gt;5. Ende des Goldenen Zeitalters, Anfang einer revolutionären Phase?&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Nun aber zu glauben mit dem Ende des “Goldenen Zeitalters” komme auch das Klassenbewusstsein wieder und mit ihm in der Diktion der KlassentheoretikerInnen auch ein revolutionäres Bewusstseins ist in mehrer Hinsicht zu kritisieren. Hört sich derartiges doch sehr nach der vor der Realität blamierten Verelendungstheorie an. Doch auch die Identität von Klassenbewusstsein und revolutionärem Bewusstsein ist mit dem Verweis auf das bereits gesagte zu verneinen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Ohne Klassenbewusstsein sind nicht einmal einfach Lohnkämpfe möglich und die geringe Streikquote in Österreich lässt leicht erahnen das es mit dem Klassenbewusstsein nicht sehr weit bestellt ist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Klassenbewusstsein führt zu gemeinsam organisierten Kämpfen die aber im Rahmen des Kapitalismus ausgetragen werden. Gemeinsame Erfahrung und Siege in Lohnkämpfen steigert daher auch eher das konforme Klassenbewusstsein. Gewonnene Lohnkämpfe können nämlich den glauben bestärken ein doch ganz gutes Leben im Kapitalismus zu erreichen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;Revolutionäre kämpfe können eben &lt;span&gt; &lt;/span&gt;nur solche gegen die Klasse sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div&gt;&lt;br /&gt;  &lt;hr /&gt;    &lt;div id=&quot;ftn1&quot;&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;a name=&quot;_ftn1&quot; href=&quot;#_ftnref1&quot;&gt;&lt;span class=&quot;MsoFootnoteReference&quot;&gt;&lt;span&gt;&lt;span class=&quot;MsoFootnoteReference&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 10pt&quot;&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Postone hält dieser Position entgegen, dass der Klassenkonflikt zwar eine treibende Kraft der historischen Veränderung ist, aber eben nicht wie es im traditionellen Marxismus diskutiert wurde, also im Sinne einer Überwindung des Kapitalismus, sondern im Gegenteil als ein Entwicklungsmotor des Kapitalismus selbst. (vgl. Moishe Postone 2003, S. 481)&lt;span style=&quot;font-size: 12pt; line-height: 150%&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style=&quot;text-align: justify; line-height: 150%&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;/div&gt;  &lt;/div&gt;</description>
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<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 14:48:14 +0200</pubDate>
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